„Runder Tisch Wolters“

Bereits am Freitag Gespräche aller Beteiligten gefordert – Rat soll schnelle Weichenstellung für Wolters ermöglichen

Wir bekräftigen unsere bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Insolvenz in Eigenverwaltung der Hofbrauhaus Wolters GmbH erhobene Forderung nach einem „Runden Tisch Wolters“. Mit einem Dringlichkeitsantrag zur Ratssitzung am 30. Juni wird Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum (SPD) aufgefordert, zeitnah Vertreter der Geschäftsführung, des Betriebsrats, der Braunschweiger Gastronomie, der Volksbank BraWo sowie die Spitzen der großen Ratsfraktionen zusammenzubringen.

Bereits in unserer ersten Stellungnahme vom vergangenen Freitag hatten wir einen solchen Runden Tisch angeregt, um gemeinsam mit allen Beteiligten über die Zukunft der Braunschweiger Traditionsbrauerei zu beraten. Mit dem nun eingebrachten Dringlichkeitsantrag wird diese Forderung politisch untermauert.

„Wolters gehört zu Braunschweig wie der Löwe zu unserem Burgplatz. Deshalb wünschen wir uns alle, dass die Brauerei erfolgreich saniert und langfristig erhalten werden kann“, erklärt unser Vorsitzender Thorsten Köster. „Voraussetzung dafür ist jedoch ein überzeugendes Zukunftskonzept. Jetzt sind zunächst Management und Sachwalter gefordert, darzulegen, wie Wolters in einem sich verändernden Biermarkt dauerhaft erfolgreich aufgestellt werden soll. Erst auf Grundlage eines tragfähigen Sanierungskonzeptes kann überhaupt darüber gesprochen werden, ob und in welcher Form eine Unterstützung durch die Stadt sinnvoll und verantwortbar ist.“

Die Insolvenz in Eigenverwaltung bietet die Chance, das Unternehmen strategisch neu auszurichten. Gleichzeitig ist die Erwartungshaltung an die Verantwortlichen hoch. Der Biermarkt hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Themen wie alkoholfreie Produkte, regionale Nachhaltigkeit und moderne Vertriebswege spielen künftig eine noch größere Rolle.

Der Runde Tisch soll die Gelegenheit bieten, erste Überlegungen zur Zukunft der Brauerei vorzustellen und offene Fragen gemeinsam zu diskutieren.

„Der Runde Tisch soll Transparenz schaffen und die Beteiligten frühzeitig zusammenbringen“, so Köster. „Außerdem erwarten wir Aussagen zu den aktuellen Eigentumsverhältnissen des Geländes, zu den Auswirkungen auf die lokalen Gastronomen und dazu, welche Unterstützungsmöglichkeiten durch die städtische Wirtschaftsförderung grundsätzlich denkbar wären.“

Wir hoffen deshalb auf eine breite Unterstützung unseres Dringlichkeitsantrages im Rat. „Wolters ist ein Stück Braunschweiger Identität“, betont Köster abschließend. „Gerade deshalb müssen jetzt alle Beteiligten konstruktiv zusammenarbeiten. Je schneller Klarheit über die Zukunftsstrategie besteht, desto größer sind die Chancen auf eine erfolgreiche Sanierung und den langfristigen Erhalt der Brauerei.“