Stellungnahme zur Insolvenz von Wolters
Zum heute eingeleiteten Insolvenzverfahren der Hofbrauhaus Wolters GmbH erklärt Thorsten Köster, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Braunschweig:
„Wolters gehört zu Braunschweig wie der Löwe auf unseren Burgplatz. Die Insolvenz in Eigenverwaltung ist eine schwierige Situation für das Unternehmen, seine Mitarbeiter und unsere Stadt als Ganzes – aber sie ist lösbar. Wir erwarten vom Management und dem Sachwalter deshalb ein Konzept, das Wolters als Brauerei der Zukunft positioniert. Das kann beispielsweise mit mehr alkoholfreien Bieren, regionaler Nachhaltigkeit und modernen Vertriebswegen gelingen. Der Biermarkt hat sich in den letzten Jahren massiv verändert und ist weiterhin im Wandel. Wir brauchen deshalb innovative Ideen und es müssen neue Trends aufgegriffen werden. Eine städtische Hilfe kann es nur für ein tragfähiges Zukunftskonzept geben, hier sind Management und Sachwalter nun in der Pflicht.
Um gemeinsam das beste Rettungspaket für Wolters zu schnüren, fordere ich Oberbürgermeister Thorsten Kornblum darüber hinaus auf, umgehend einen ‚Runden Tisch Wolters‘ unter Beteiligung der Geschäftsführung, des Betriebsrats, Gastronomie-Vertretern, der Volksbank und den Spitzen der großen Ratsfraktionen einzuberufen. Gemeinsam können wir das beste Rettungspaket für Wolters schnüren.“
Zur Erinnerung: Im Dezember 2005 verkündete der damalige Eigentümer InBev Deutschland das Aus für die Braunschweiger Traditionsbrauerei. Die Produktion sollte eingestellt und der Standort abgewickelt werden. In der Bevölkerung setzte daraufhin eine große Welle der Solidarität ein und auch die Stadt Braunschweig leistete mit einer Bürgschaft sowie dem späteren Kauf des Grundstücks an der Wolfenbütteler Straße einen Beitrag zur Rettung des Unternehmens.