Unterstützung für die Kinderfeuerwehr beschlossen

Unsere Initiative: 55.000 Euro für neue Überjacken – Stärkung der Nachwuchsarbeit der Feuerwehr in Braunschweig

Der Rat der Stadt Braunschweig hat in seiner letzten Sitzung unseren Antrag zur Unterstützung der Kinderfeuerwehren beschlossen. Mit breiter Mehrheit wurde entschieden, bis zu 55.000 Euro aus der sogenannten Flexibilisierungsreserve bereitzustellen, um zusätzliche Überjacken für die Mitglieder der Kinderfeuerwehren zu beschaffen.

In Braunschweig gibt es derzeit 26 Kinderfeuerwehren mit rund 450 Kindern im Alter zwischen sechs und zehn Jahren. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Nachwuchsarbeit der Feuerwehr und führen Kinder frühzeitig an Teamgeist, Verantwortung und ehrenamtliches Engagement heran.

Die Grundausstattung der Bekleidung – bestehend aus Blouson, Latzhose und Klettschild – wird bereits über die Kleiderkammer der Feuerwehr bereitgestellt. Überjacken hingegen mussten bislang vielfach aus den Kameradschaftskassen der Ortsfeuerwehren oder durch Sponsoren finanziert werden. Genau hier setzt unser Antrag an.

„Unsere Kinderfeuerwehren leisten eine hervorragende Nachwuchsarbeit für die Feuerwehr in unserer Stadt. Wer sich schon in jungen Jahren für Gemeinschaft, Verantwortung und Hilfe für andere engagiert, verdient unsere volle Unterstützung“, erklärt Ratsherr Maximilian Pohler. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass der Rat unserem Antrag zugestimmt hat. Die Mitglieder der Kinderfeuerwehr von heute sind schließlich die Lebensretter von morgen.“

Die Finanzierung erfolgt über die im Doppelhaushalt 2025/2026 eingerichtete Flexibilisierungsreserve. Diese Reserve soll es dem Rat ermöglichen, auch während der laufenden Haushaltsbewirtschaftung kurzfristig wichtige Projekte zu unterstützen.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Feuerwehr, Katastrophenschutz und Ordnung, Thorsten Köster, erinnert zugleich daran, dass die Unterstützung für den Feuerwehrnachwuchs keineswegs selbstverständlich war.

„Noch im Finanzausschuss wurde unser Antrag abgelehnt – teilweise mit sehr fadenscheinigen Argumenten“, sagt Köster. „Umso wichtiger ist es, dass der Rat am Ende zu einer anderen Bewertung gekommen ist. Die Kinderfeuerwehren dürfen nicht darauf angewiesen sein, dass Ortsfeuerwehren ihre Kameradschaftskassen oder Sponsoren bemühen müssen, um eine angemessene Ausstattung zu finanzieren.“

Wir hatten uns bereits im vergangenen Jahr intensiv mit der Situation der Kinder- und Jugendfeuerwehren beschäftigt und dazu Gespräche mit Ortsbrandmeistern, ihren Stellvertretern sowie den Kinder- und Jugendfeuerwehrwarten aller Ortsfeuerwehren geführt. Dabei wurde deutlich, dass bei der Ausstattung der Kinderfeuerwehren zusätzlicher Bedarf besteht.

„Der Beschluss ist ein starkes Signal der Wertschätzung für die ehrenamtliche Arbeit unserer Feuerwehr und insbesondere für ihren Nachwuchs“, so Pohler abschließend. „Wir freuen uns vor allem für die Kinder, die sich mit großem Engagement bei der Feuerwehr einbringen.“